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Neuere Aufarbeitungen

Auch heute noch ist der Mord an Johann Hegmann ein bekannter Kriminalfall in Xanten. Selbst außerhalb der Stadt am Niederrhein wird der Fall Buschhoff immer wieder thematisiert, auch in der Presse. Zum Beispiel veröffentlichte die Rheinische Post im Jahr 2009 einen Artikel zum Gedenken an die Pogromnacht 1938 in Xanten und erwähnte auch die Ritualmordlegende. Die Westdeutsche Zeitung publizierte im Jahr 2017 einen ausführlichen Artikel zu dem Fall. In Xanten selbst dient der angebliche Ritualmord als Material im Lehrplan, so im Stiftsgymnasium, unter anderem in Form eines Lesetagebuchs zu dem 1968 erschienenen Roman „Es geschah im Nachbarshaus“ von Willi Fährmann. In diesem Werk geht es um den Knabenmord, jedoch wurden die Namen in der Geschichte verändert.
Der Nachfahre des ehemaligen Besitzers der Bäckerei Küppers, Hans Küppers, stellt heute noch gerne seine Erbstücke und sein Wissen zur Verfügung. Er berichtete davon, dass er des Öfteren Besuche von Schulklassen bekomme, unter anderem von Schülerinnen und Schülern des Stiftsgymnasiums in Xanten.
Das Grab von Johann Hegmann existierte noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde dann jedoch ausgehoben und neu belegt. Der Grabstein, eine Figur mit einem Marmorengel, die dem Alter des Kindes entspricht und mittlerweile als Denkmal fungiert, steht heute vor der Friedhofshalle des Xantener Kommunalfriedhofes. Die Inschrift, die an den tragischen Mordfall des fünfjährigen Jungen erinnert, ist noch deutlich lesbar.

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